Biofeedback
Biofeedback ist eine wissenschaftlich anerkannte Methode am Schnittpunkt von Medizin und Psychologie und wird erfolgreich angewandt bei Erkrankungen, die mit einem gesteigerten Muskeltonus (Spannungskopfschmerz, Tortiscollis) oder einem erhöhten Erregungsniveau einhergehen (Bluthochdruck, Angststörungen, Psychosomatosen, Traumabearbeitung, Stress-Symptomatiken), aber auch im Bereich Neurologie und Rehabilitation (Lähmungen, Inkontinenz) sowie beim Leistungssport, etc. Eine sinnvolle Anwendung von BF erfolgt innerhalb eines medizinisch-psychotherapetischen Konzepts.
Beim BF werden Körperfunktionen, welche normalerweise unbewusst ablaufen (Muskelspannung, Herzfrequenz, Durchblutung, Atmung, etc.) mit geeigneten Geräten gemessen und dem Patienten "rückgemeldet".
Durch die audiovisuelle Rückmeldung (= feedback) werden physiologische Funktionen der Wahrnehmung zugänglich gemacht und durch lernen und üben unter willentliche Kontrolle gebracht. Im Verlauf einer Behandlung gelingt es immer besser, die erworbenen Fertigkeiten auch ohne Gerät anzuwenden.
Ziel der Biofeedback-Behandlung ist somit die gezielte Wahrnehmung und Beeinflussung körperlicher Prozesse, die bei der Aufrechterhaltung von psychischen, psychosomatischen und körperlichen Krankheiten von Bedeutung sind. Es ist somit ein Lernen von Körperwahrnehmung, Selbstkontrolle und Selbstheilung.

Dies sei am Beispiel des Blutdrucks verdeutlicht. Kaum ein Mensch ist in der Lage, die Höhe des Blutdrucks bewußt wahrnehmen und einschätzen zu können. Andererseits ist für Personen mit Bluthochdruck wichtig, dass sie ihren Blutdruck möglichst senken können / Blutdruckspitzen vermeiden können. Beim BF des Blutdrucks wird der Blutdruck gemessen und die Höhe kontinuierlich auf dem Bildschirm an den Patienten zurückgemeldet, so dass die betreffende Person erkennen kann, ob der Blutdruck sich gerade im Ansteigen oder Abfallen befindet. Dadurch kann gezielt gelernt werden, z.B.durch Entspannungstechniken, den Blutdruck zu senken.

Bei den heutigen computerunterstützten Biofeedback-Geräten (Computer Aided Biofeedback = CAB) können gleichzeitig über mehrere Module folgende Parameter abgeleitet werden: GSR (Hautleitfähigkeit), EMG (Elektromyographie), EEG (Elektroenzephalographie), Hauttemperatur, Pulsfrequenz, Pulsamplitude sowie Atemexkursionen über Thorax und Abdomen.

Die Effektivität dieser Methode ist für folgende Bereiche nachgewiesen:
* Schmerztherapie (Spannungskopfschmerz, Migräne, Gesichtsschmerz, chronischer Rückenschmerz u. ä.)
* Psychotherapie und Psychologie (Angststörungen; Panikattacken; Phobien; Hyperaktivität; Aufmerksamkeitsstörungen;
* Unterstützung beim Erlernen und Üben von Entspannungsverfahren wie AT, PMR, KB, Selbst-Hypnose
* Unterstützung beim Erlernen und Üben von Atemtraining; Stressmanagement; Mentales Training; etc.)
* Psychosomatik (Morbus Raynaud, essentielle Hypertonie, Inkontinenz, Hyperventilationssyndrom, Asthma, chronische Muskelverspannungen u. ä.)
* Neurologie (Epilepsie, Schlaganfall u. ä.)
* Neuromuskuläre Reedukation

Feedback - Arten und Informationen zu diesen Feedbackarten:
Atem-Feedback / Muskel-Feedback - EMG-Biofeedback / Herzfrequenz-Biofeedback / Hautwiderstands-Feedback / Konfronationstraining / EEG - Feedback / Blutdruck Biofeedback / Temperaturfeedback /
Quellen
/ Texte / Verbände / Aus- und Weiterbildungsanbieter / Hersteller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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Muskelfeedback - EMG-Biofeedback
Für die Psychophysiologie ist die Bestimmung der Muskelaktivität von großer Bedeutung, da die motorische Aktivität als Indikator für das allgemeine Erregungsniveau ebenfalls herangezogen werden kann. Eine motorische Einheit als kleinste funktionelle Muskelfunktionseinheit besteht aus einer Gruppe von Muskelfasern, einer Vorderhornzelle des Rückenmarks und dem von ihr kommenden Motorneurons.
Mehrere motorische Einheiten bilden den Gesamtmuskel und dessen meßbare elektrische Spannung. Dabei ist einerseits die Entladungsfrequenz der einzelnen Amplituden und andererseits die Anzahl der aktivierten Einheiten maßgeblich. Mittels optischer und akustischer Feedbacksysteme kann es hier erlernt werden, bestimmte motorische Einheiten zu aktivieren oder passiv in Sinne einer Entspannung zu beeinflussen.

Mit Oberflächen- Elektroden kann die elektrische Muskelaktivität abgeleitet werden, da die aktive Muskulatur über der darüberliegenden Haut ein elektrisches Feld erzeugt. Die Spannungsunter- schiede (bipolare Ableitung) werden dann als bioelektrisches Signal einem Verstärker zugeleitet, der dies wiederum in einem Feedbacksignal akustisch und optisch transformiert.

Muskelbiofeedback zur Unterstützung der progressiven Muskelentspannung
In modernen Geräten kann durch Variation der Zeitkonstanten eine Feedbackdämpfung erreicht werden, die eine schnelle oder zu starke Anstiegsgeschwindigkeit dämpft, so daß der Patient ein relativ gleichmäßiges und ruhiges Muskelfeedback erhält.

Ziel EMG-BF ist es somit, entweder bei angestrebter Muskelrelation die Anzahl / die Höhe des BF-Signals zu verringern oder bei einer therapeutisch angestrebten Muskelanspannung (bei Muskelatrophien, bei Schlaganfall oder ähnlichem) für eine Amplitudenvermehrung zu sorgen. Dies kann auch in der Sportmedizin genutzt werden, um bestimmte Muskelgruppen zu koordinieren und zu optimieren.

Anwendung:
1. Spannungskopfschmerzen, Angstzustände und Depressionen, die mit Muskelspannung einhergehen;
2. HWS-LWS-Syndrome; Zervikalsyndrom: Trainingsziel ist die Verringerung der Differenz zwischen dem Tonus der linken und der rechten Seite des M. Trapezius.
3. Migräne und Muskelaktivierungstraining.
4. Rückenschmerzen: Die Elektroden werden links und rechts der Wirbelsäule in Höhe der muskulären Verspannung bzw. der Schmerzen positioniert. Neben der Messwertreduktion sollte auch eine Minimierung der Differenz zwischen beiden EMG-Kanälen angestrebt werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Klienten verschiedene Körperhaltungen einnehmen zu lassen und anschließend in der Sitzungsbesprechung näher zu analysieren, bei welcher Körperhaltung Schmerzen auftraten.
5. Tinnitus: Für die Behandlung von Tinnitus empfiehlt sich ein EMG-Entspannungstraining. Je nach Ausgangsdiagnostik und Lokalisation der Beschwerden sollte vom M. Masseter, M. Trapezius bzw.
M. Sternocleidomastoideus abgeleitet werden. Optimal ist die Kombination mit progressiver Muskelrelaxation, um eine Generalisierung der Entspannung zu gewährleisten.
6. Bruxismus: Entweder EMG-Entspannungstraining mittels Linienfeedbacks oder EMG-Feedback mit Schwellenwert-Training. Biofeedback zeichnet während des Schlafens die Muskelpotenziale am M. Masseter auf. Übersteigen die Werte eine voreingestellte Schwelle, ertönt ein akustisches Signal. Der Klient erwacht.

(Quelle)

Beschreibung
Bei Verringerung des Muskeltonus kommt es begleitend zu einer Reduktion der Sympathikusaktivität. Daher wird dieses Training auch als generelles Entspannungsverfahren eingesetzt.

Mit Hilfe des Vergleichswert-Trainings werden dem Klienten Spannungsunterschiede zwischen zwei Muskelgruppen aufgezeigt (z.B. linke und rechte Seite des M. Trapezius oder Positionierung der Elektroden auf der gleichen Höhe parallel zur Wirbelsäule). Durch eine gleich kalibrierte Darstellung beider Werte auf einer gemeinsamen Achse wird das Training erheblich erleichtert. Durch den Einsatz der Funkmodule bestehen unbeschränkte Möglichkeiten für die Plazierung der Elektroden. Die Kabellängen der Sensor können den Wünschen des Anwenders entsprechend geliefert werden!

Vier verschiedene Frequenzbereiche (für langsame und schnelle Muskelfasern) und 7 verschiedene Messbereiche (einstellbare Verstärkung) bieten optimale Voraussetzungen für ein gezieltes Training.

Beim EMG-Biofeedback messen Elektroden den Muskeltonus. Der Patient wird angeleitet, aktiv die Muskelspannung zu beeinflussen.
Entspannt er die Muskeln, wird das Tonsignal leiser und angenehmer; eine auf dem PC-Monitor angezeigte Animation verändert sich (z.B. Pyramidenauf- und abbau), während auf dem Display die Werte des Muskelpotentials sinken.
Spannt er hingegen die Muskeln an, wird das Tonsignal lauter und unangenehmer, die PC-Animation passt sich dem Signal an - die Werte steigen.

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Atembiofeedback
Die Rückmeldung der Atmung (respiratorisches Feedback) hat erstaunlicherweise lange keine Beachtung gefunden. Dabei nimmt die Atmung im autonomen Nervensystem eine zentrale Funktion ein. Sie ist eng verknüpft mit autonomen Regelkreisen, beeinflußt vegetative andere Funktionen und wird ihrerseits von diesen manipuliert.

So wirken Schmerz, Hormone, Chemorezeptoren und Thermorezeptoren, die Körpertemperatur, Muskelarbeit, Dehnungsrezeptoren sowie zentrale Antriebe der motorischen Funktion und das limbische System auf das Atemzentrum ein, welches an der Medulla Oblongata sitzt. Bei der Biofeedback-Möglichkeit des Atemrhythmus ist die Isolation zwischen der Atemhäufigkeit und der Atemtiefe entscheidend für die allgemeine vegetative Aktivierung.

So ist z. B. eine psychische Erregung durch eine frequent flache Atmung charakterisiert. Unser Atemrhythmus stellt einen zuverlässigen Indikator für emotionale Zustände dar, den der Mensch oft nicht bewußt erlebt, der somit also unter seiner Wahrnehmungsschwelle liegt, obwohl eine Änderung der Atmung meßbar ist. Mittlerweile existieren kontrollierte Studien über die Wirksamkeit, und das Atemfeedback hat eine weite Verbreitung in Deutschland gefunden.

Die Rückmeldung der Atemexkursion erfolgt mit Hilfe eines Dehnungsmeßstreifens oder über drahtlose Rezeptoren, die die Ein- und Ausatmung registrieren und aufarbeiten können. Nach elektronischer Aufarbeitung wird die Ein- und Ausatmung in Form eines an- und abschwellenden Tones sowie eines Lichtsignales bewußt wahrnehmbar gemacht. Mit zunehmender Entspannung sinken der Sauerstoffverbrauch des Organismus und die Atemfrequenz, so daß sich die versuchsperson in eine entspannte Lage begibt. Dabei werden nicht nur die Atemfrequenz, sondern auch andere vegetative Funktionen positiv beeinflußt. Blutdruck, Muskeltonus und das allgemeine Wohlbefinden bessern sich.

Anwendung:

1. Funktionelle Störungen verschiedener Organsysteme, wie Herz und Kreislauf, Atmung, Magen- und Darmtrakt;
2. Einsatz zur positiven Beeinflussung des Bluthochdrucks, der Reizgastritis, der chronischen Obstipation, von Asthma und Spannungskopfschmerzen;
3. Einsatz bei verschiedenen Schmerzzuständen der HWS und LWS, bei denen über eine muskuläre Entspannung eine Schmerzreduktion erreicht werden kann;
4. bei Schlafstörungen;
5. zur Besserung depressiver Versagenszustände, von Angstzuständen und ähnlichem.
(Quelle)

Beim RFB / respiratorischen Biofeedback - wird mit einem Sensor die Bauchatmung abgetastet und als angenehmes Licht- und Tonsignal (z.B. Meeresrauschen) dem Patienten synchron zurückgemeldet.
Der Patient gibt sich völlig passiv, mit geschlossenen Augen den Signalen hin, gemäss der Formel im Autogenen Training (AT): "Es atmet mich".
Ziel ist eine generalisierende Entspannung (physisch und psychisch).
Das RFB wurde in den 60er Jahren von dem international bekannten Nervenarzt und Psychotherapeuten Prof. Dr. med. Hanscarl Leuner an der Universität Göttingen entwickelt. Es basiert auf dem Zusammenhang von Atmung und tiefer Entspannung und ist bei vielen körperlichen Leiden, die durch Dis-Stress und/oder Überforderung ausgelöst wurden, ausserordentlich schnell und tief wirksam. Es wird heute auch vom neusten wissenschaftlichen Computersystemen unterstützt. Es ist von der als sehr streng bekannten amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) auch in den USA als Heilmethode zugelassen.

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Herzfrequenz-Biofeedback
In den verschiedenen klinischen Studien konnte festgestellt werden, daß die Variabilität der Herzfrequenz in eine relevante Richtung mit Biofeedback erlernbar ist. Hierbei wurden signifikante Veränderungen der Herzfrequenz in beide Richtungen möglich. Bei den Studien sowie der Anwendung sind zwei Effekte zu berücksichtigen:

1. Ein progressiver Anstieg und nachfolgender Abfall der Herzfrequenz kann beobachtet werden.
2. Auch bei dem Glauben der Versuchsperson, mittels Feedback nur die Handtemperatur zu beobachten und diese zu beeinflussen, erfolgte gleichzeitig eine signifikante Veränderung der Herzfrequenz.

Das Feedbacksignal wird über Elektroden, die die Spannungsdifferenz des Herzmuskels über die Brustwand ableiten, optisch oder akustisch erzeugt. Dabei kann der Patient lernen, den Herzrhythmus zu beeinflussen. Weitere neuere Feedbackmethoden mit aussichtsreicher medizinischer Anwendung sind Blutdruckfeedback und Temperaturfeedback.
(Quelle)

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Hautwiderstands-Feedback

Anwendungsmöglichkeiten
Entspannungstraining und Stressabbau: Mit Hilfe der Rückmeldungen der Hautleitfähigkeit wird versucht, den habituellen Erregungszustand bzw. die Sympathikus-Aktivität zu senken. (siehe auch: Konfrontationstraining )

Beschreibung
Im Sinne von Entspannung und Stressabbau zielt das Trainingsprogramm auf eine systematische Senkung des Hautleitwertes.
Da die Schweißdrüsenaktivität überwiegend durch den Sympathikus gesteuert wird, kann über den Hautleitwert (EDA) die "innere Anspannung" unmittelbar erfasst werden. Je mehr Schweißdrüsen aktiviert sind, desto höher ist der Hautleitwert. Die Hautleitwertreaktion erfolgt innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne nach dem Reiz (1,5 bis 6,5 sec).

Biofeedback des Hautwiderstands -die Hautgalvanische Reaktion
In der Literatur finden sich eine Vielzahl synonymer Begriffe für den Hautwiderstand. Auch der Hautwiderstand verändert sich synchron zu emotionalen Zuständen, die selten direkt wahrnehmbar sind. Die galvanische Hautreaktion kann beispielsweise von zwei Fingern abgeleitet und über sich verändernde Feedbacksignale dargestellt werden. Sogenannte Lügendetektoren machen sich diese Effekte zunutze.

Das Prinzip ist einfach: zwischen zwei auf der Haut plazierten Elektroden oder auch in einer Handelektrode fließt ein konstanter schwacher elektrischer Strom, welcher von der Versuchsperson kaum wahrgenommen wird, da er mit einer Stromstärke von 10 Milliampère unter der Empfangsschwelle liegt und zu gering ist, um Gewebeschäden hervorzurufen.
Minimale Veränderungen durch die erhöhte elektrische Leitfähigkeit bei psychischer Anspannung werden verstärkt und wiederum rückgemeldet. Dabei können diese Hautwiderstandsänderungen in bestimmten emotionalen Situationen sowohl durch äußere wie auch durch innere Reize hervorgerufen werden. Sie halten in der Regel nicht länger als 4-5 Sekunden an und werden auch nicht bewußt erlebt. Sie stellen keinen Indikator für Veränderungen des Muskeltonus dar, sondern sind direkt Ausdruck vegetativer Aktivierung, also des sympathischen Nervensystems. Eine Erhöhung des Hautwiderstands bedeutet also eine Senkung des Aktivierungsniveaus und wird mit jeweils sinkenden Feedbacksignalen dargestellt.

Neben der nur einige Sekunden dauernden Sofortreaktion kann der Hautleitwert jedoch auch über einen längeren Zeitraum gemessen werden, Wobei er dann auch langsame Erregungstrends während der gesamten Sitzung darstellt. So kann der Hautleitwert für ein emotionales Protokoll genutzt werden.

Inzwischen gibt es Computerprogramme, die sogar in Farbe Meßkurven auf den Bildschirm bringen, um mentale und seelische Prozesse sichtbar zu machen. Fließende Kurvendiagramme und graphische Kennlinien zeigen Motivation und Hintergründe von körperlichen und emotionalen Problemen. Der Kurvenverlauf am Monitor läßt sich beeinflussen, indem man sich mit Hilfe einer beliebigen Methode bewußt entspannt.

Die Messung des elektrischen Hautleitwertes ist in der Psychophysiologie die am weitesten verbreitete Methode, um Aussagen über den inneren Zustand des Patienten zu machen. In der Angstbehandlung können mittels Biofeedback des Hautwiderstands Erfolge erzielt werden. Es hat sich auch gezeigt, daß diese Entspannungsmethode auch zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt werden kann. Auch konzentrative mentale Fähigkeiten können erhöht werden.
(Quelle)

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Konfrontationstraining

Anwendungsmöglichkeiten

Phobien: Im Sinne einer systematischen Desensibilisierung ist das Trainingsziel den Hautleitwert wärend der Vorgabe von Bildern mit phobischen Inhalten niedrig zu halten.

Panikattacken:
Durch Entspannungsübungen soll das allgemeine Stressniveau gesenkt werden und somit auch die Anfälligkeit für Panikanfälle.

Angststörungen:
Durch die objektive Rückmeldung von Therapieerfolgen kommt es zur Steigerung der Selbstwirksamkeit und der Kontrollüberzeugung. Körperlich-seelische Zusammenhänge lassen sich einfach und überzeugend darstellen und damit kann auch bei organischen Beschwerden eine Überleitung zu einem psychosomatischen Krankheitsverstehen geschaffen werden.

Beschreibung / Vorgehen
Während der Sitzung werden z.B. Bilder mit phobischen Inhalten, Geräusche eingeblendet oder beängstigende, belastende Situationen imaginiert.
Damit wird Angst bzw. Erregung induziert. Der Klient kann dabei die Reaktion seines autonomen Nervensystems unter Extrembedingungen beobachten und versuchen, sie zu steuern.
Eine systematische Desensibilisierung durch Reihung des Bildmaterials nach Stärke der Angst- bzw. Erregungsinduktion ist möglich.

Auf Grund der raschen Reaktion bietet sich der Hautleitwert als Indikator für die Angst bzw. "innere" Anspannung an. Da Klienten in verschiedenen vegetativen Systemen (EDA, Puls, etc.) individuell unterschiedliche Reaktionen zeigen, sollte darauf geachtet werden, dass mehrere unterschiedliche Parameter erfasst werden.

Parameter im Vordergrund: Hautleitwert
Parameter im Hintergrund: Atemfrequenz, Atemamplitude, EMG1, Temperatur1, Pulsfrequenz, etc.

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EEG-Feedback
Die Kontrolle zentralnervöser Aktivität ist ebenfalls möglich. Die Hirnwellen spiegeln die elektrische Aktivität von Neuronenverbänden unter den auf der Schädeloberfläche angebrachten Elektroden wider. Sie können durch ihre Frequenz und ihre Amplitude beschrieben werden.

Die Euphorie der 70er Jahre, daß mittels EEG-Biofeedback eine Persönlichkeitserweiterung stattfinden könne, legte sich in den darauffolgenden Jahren. Ausgehend von der Beobachtung, daß Yogis bei der meditativen Übung eine Verschiebung der Hirnaktivität zugunsten der Alphawellen zeigen konnten, wurde angenommen, daß eine willkürliche Vermehrung der Alphafrequenz durch Biofeedback einen der Meditation ähnlichen Zustand herbeiführen könne.


Allerdings zeigten die Studien, daß eine Alphawellenerhöhung nicht auf einen Lernprozeß, sondern auf eine Verringerung der nach außen, insbesondere auf visuelle Reim gerichteten Aufmerksamkeit zurückzuführen ist. Nach Bierbaumer wird der Alphazustand im allgemeinen als langweilig und nur in wenigen Fällen als entspannend bezeichnet.

In der Epilepsieforschung wurde dennoch in den letzten Jahren über Erfolge berichtet, die mittels Feedback eine signifikante Reduktion der Anfallshäufigkeit verzeichnen.

Bei einigen Patienten kam es sogar zur Beseitigung der Anfälle. Diesen offensichtlichen und mutmachenden Erfolgen stehen allerdings einige Bedenken entgegen: der eigentliche Wirkmechanismus ist noch völlig unbekannt. Ein entscheidender Faktor wäre sicherlich, wenn die Patienten durch die erlernte Selbstkontrolle die Angst vor Anfällen verloren hätten.
(Quelle)

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Blutdruck Biofeedback
Kontrolle und Senkung von Hypertonie durch permanentes Feedback.
Ein Wissenschaftler der LMU München bietet nach der Entwicklung einer Aufzeichnungs- und Feedback-Software die permanente Online-Darstellung des aktuellen Blutdrucks an.

Thematik
Bislang war die Messung des Blutdrucks meist auf Stichprobenwerte (Beispiel: Riva-Rocchi-Messung durch Arm-Manschette) beschränkt. Die Auswertung und Interpretation führte oft zu Fehlschlüssen in Diagnostik und Therapie. Eine permanente und noninvasive Messung, Aufzeichnung und Rückmeldung der Daten kann diese Risiken minimieren.

Entwicklung
Ein ursprünglich für die Intensivmedizin entwickeltes Messgerät der Firma Ohmeda-Medizintechnik wurde getestet, und durch Anschluss an handelsübliche PCs nach Entwicklung geeigneter Software in die Lage versetzt, eine Feedback-Kommunikation mit den Patienten herzustellen. Realisiert wird dieses in graphisch-animativer, analoger Form über den PC-Monitor. Ein Belohnungssystem - in Form eines Kontostand-Fensters auf dem Bildschirm - verteilt Pluspunkte für fallende Tendenz und Minuspunkte für steigende Tendenz. Die Patienten machen hierbei oft erstmalig die Erfahrung, dass sie die Möglichkeit der Einflussnahme auf ihren Blutdruck haben und erweitern diese Fähigkeit sogar ohne spezielle Instruktionen oder therapeutische Interventionen im Laufe der meist sechs (halbstündigen) Sitzungen.

Anwendung
Durch Bildschirm-Rückmeldung des Blutdrucks nach jedem zweiten Herzschlag ergeben sich weit reichende Perspektiven für Prävention, Therapie und Nachsorge bei kardiovaskulären Erkrankungen. Erstmals ist für alle drei Bereiche die Möglichkeit effizienterer Evaluation im Sinne einer Wirksamkeitsüberprüfung gegeben.
(Quelle)

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Temperaturfeedback
Der hochempfindliche Temperatursensor meldet jede noch so kleine Änderung der Hauttemperatur und der PcE-Trainer zeigt die Messwerte optisch an. So lernen Sie schnell, die Hauttemperatur willentlich zu erhöhen bzw. in manchen Fällen auch abzusenken. Die Erhöhung der Temperatur verbessert die Durchblutung wie auch die Sauerstoffsättigung im Gewebe. Darüber hinaus führt das Temperaturtraining zu einer wohltuenden Entspannung und angenehm warmen Händen und Füßen.

Die Anwendung das Temperaturtrainings zeigt bei Durchblutungsstörungen (z.B. in den Fingern, Morbus Raynaud), Bluthochdruck (essentielle Hypertonie) bei Angst und Panikattacken und bei Migräne beachtliche Heilerfolge. Das Temperaturbiofeedback wird auch als Entspannungsmethode im Rahmen eines effizienten Stressmanagements eingesetzt. Beim Erlernen des autogenen Trainings kann mittels Temperaturtraining die Wirksamkeit (Wärmeübung des autogenen Trainings) und der Trainingserfolg sofort überprüft werden. Trainingsfehler können mit Biofeedback schnell beseitigt werden.

Vasomotorisches Feedback mittels Temperaturtraining:
Beim vasomotorischem Feedback wird über einen Temperaturfühler die Temperatur an Händen/Fingern oder Füßen/Zehen rückgemeldet. So wird der Zustand der Durchblutung und der Anspannungszustand der Blutgefäße (glatte Muskeln) rückgemeldet. Das vasomotorische Feedback zeichnet sich schon nach kurzem Training durch tiefgreifende positive Effekte aus, die auch nach Abschluss des Trainings (Lernphase) konstant wirksam bleiben.

Wenn Sie das Temperaturtraining absolviert haben, werden Sie ihre Durchblutung verbessern. Viele körperliche und auch psychische Probleme werden sich nach dem Training ganz von selbst auflösen. Die innere Ruhe wird sich auf den ganzen Organismus ausdehnen. Der Kopf wird frei und klar.

...bei mehr als 2000 Personen stellten wir fest. Dass es leicht ist, die Durchblutung in den Händen willentlich durch das Temperaturtraining zu regulieren... da das Kontrollzentrum für die Durchblutung (der Hypothalamus) diese für den ganzen Körper steuert, tritt, wenn ein Mensch lernt die Hände willentlich zu erwärmen, eine Gefäßentspannung im ganzen Körper und auch im Kopf ein....

Bei all diesen Problembereichen hilft Ihnen das Temperaturtraining mit dem PcE-Trainer:
* Migräne
* Durchblutungsstörungen, Raynaud-Syndrom
* Gefäßerkrankungen
* Rheumatische Erkrankungen
* Autogenes Training (erlernen des Autogenen Training - Wärmeübung)
* Gesprächstherapie (Gesprächsanalyse)
* Entspannungstraining (schneller Weg zur Tiefenentspannung)
* Stressdiagnostik (Test der Reizantwortstärke)
* Stressabbau
* Angst- und Panikstörungen (Emotionstraining)
* Sporttraining (Leistungssteigerung durch Abbau des sympathikotonen Erregungsniveau)
* Desensibilisierung
* Hypnosekontrolle (Messung der Wirkung einer Suggestion, Wärmesuggestion)
* Allergie (Desensibilisierung)
* Übergewicht durch Stress (Tiefenentspannung und Desensibilisierung)
* Magen- Darmprobleme (verbesserte Durchblutung und Desensibilisierung)
* Sexualprobleme (Entspannung, verbesserte Durchblutung, Gefühlsschwäche, Lustlosigkeit)
Mit einer erfolgreichen Wirkung können auch die Männer mit evidentem stressbedingten Ejaculatio praecox hoffen, indem die Erektion genügend lang aufrechterhalten wird
(Quelle)

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Quellen:
Österreichische Gesellschaft für Biofeedback
Deutsche Geselschaft für Biofedback
Biofeedback.de
WIKIPEDIA


Texte
Was ist Biofeedback? Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V.
Grundlagen
Grundlagen des Biofeedbacks
Biofeedback - Therapie - Was ist das?
zu Biofeedback allgemein und EMG
EMG Elektro-Myographie (EMG) - eine kleine Einführung
CHRONISCHER SPANNUNGSKOPFSCHMERZ. Der Nutzen des EMG Biofeedbacks für die Behandlung chronischer Spannungskopfschmerzen
Zur Wirksamkeit DGBFB
Grundlagen des Biofeedback
Was ist Biofeedback
Neurofeedback (EEG Biofeedback) bei ADHS - Alternative zur medikamentösen Therapie?
Biofeedback - Therapieverfahren
Themenheft Biofeedback der medizinisch-psychosomatischen Klinik Roseneck, Deutschland
weitere Infos zu Biofeedback, Stress, etc. (Schoen-Kliniken, Deutschland)
Biofeedback-Therapieverfahren (Schuhfried)

Verbände:
Deutsche Gesellschaft für Elektrostimulation und Elektrotherapie e.V. (GESET)
Österreichische Gesellschaft für Biofeedback
Deutsche Gesellschaft für Biofeedback

Aus- und Weiterbildungsanbieter:
Biofeedback-Akademie

weitere Links:
Praxis für Biofeedback und Hypnose, Zürich

Hersteller:
INSIGHT INSTRUMENTS Deutschland, Biofeedback- und Neurofeedbacksysteme, Theresienstrasse 6-8, D-80333 München
Tel: 089-13011353, Fax: 089-13011480 homepage: www.insight.co.at

Insight: Die Therapiebibliotheken für Comfort 7.0
Insight: Indikationsbereiche von Biofeedback-Therapie

Insight Therapiebibliothek: Angst und Phobien
Insight: Angst und Phobien
Insight Therapiebibliothek: Atemschule - Asthma
Insight: Atemschule - Asthma
Insight - Therapiebibliothek: Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivität
Insight: Aufmerksamkeitsdefizit & Hyperaktivität
Insight Therapiebibliothek: Autogenes Training
Insight: Autogenes Training
Insight Therapiebibliothek: Bruxismus, Temporomandibulärer Gelenksschmerz (TMJ) und Myofascial Pain Dysfunction (MPD)
Insight: Bruxismus, Temporomandibulärer Gelenksschmerz (TMJ) und Myofascial Pain Dysfunction (MPD)
Insight Therapiebibliothek: Kopf- und Rückenschmerz / Schmerzbehandlung
Insight: Kopf- und Rückenschmerz / Schmerzbehandlung
Insight Therapiebibliothek: Entspannungstraining
Insight: Entspannungstraining
Insight Therapiebibliothek: Hypertonie
Insight: Hypertonie
Insight Therapiebibliothek: Inkontinenz
Insight: Inkontinenz
Insight Therapiebibliothek: Hyperventilationssyndrom & Atemschule
Insight: Hyperventilationssyndrom
Insight Therapiebibliothek: Spannungs-Kopfschmerz
Insight: Spannungs-Kopfschmerz
Insight Therapiebibliothek: Lähmungen, Plegien, Paresen
Insight: Lähmungen, Plegien, Paresen
Insight Therapiebibliothek: Migräne
Insight: Migräne
Insight Therapiebibliothek: Morbus Raynaud
Insight: Morbus Raynaud
Insight Therapiebibliothek: Progressive Muskelentspannung
Insight: Progressive Muskelentspannung
Insight Therapiebibliothek: Schlafstörungen
Insight: Schlafstörungen
Insight Therapiebibliothek: Stress-Profil - Psychophysiologische Stress-Diagnostik
Insight: Stress-Profil - Psychophysiologische Stress-Diagnostik
Insight Therapiebibliothek: Stress-Test - Kurztest
Insight: Stress-Test - Kurztest
Insight Therapiebibliothek: Sucht (Alkohol)
Insight Therapiebibliothek: Sucht (weitere Drogen)
Insight: Suchttherapie
Insight Therapiebibliothek: Torticollis Spasmodicus
Insight: Torticollis Spasmodicus

Insight: Produkte
Insight: Produkte: SOFTmed
Insight Produkte: Myotrainer Beboy - Beckenbodenmuskeltest und -training

EMG - Berlin

HAYNL

HEISE

MINDMEDIA

NEUROTECH

SCHUHFRIED

SOM - Biofeedback

VDT Biofeedback

VELAMED

Technik - Seite der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.V. mit allen wichtigen Hardware-Anbietern

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